Musiktheater Piano: Fritz Brause spielte die größten Hits     von Navid Moshgbar Ruhr Nachrichten
LÜTGENDORTMUND Viel Weihnachtliches hatte die Band Fritz Brause nicht im Gepäck, als sie kurz vor dem Fest der Feste im Musiktheater Piano auftrat.
Zumindest nicht in der ersten “Halbzeit”.
Statt “O du fröhliche” präsentierte Fritz Brause lieber Pop, Rock, Jazz der 1980er Jahre. Musik aus der Zeit, in der sie ihre größten Erfolge hatten. Ihre Platte „Shilly Shally“ stand 1985 kurzzeitig sogar vor Madonna. Letztlich musste sie sich aber der Pop-Ikone aus Amerika geschlagen geben. Die Musiker aus Bochum versprühten nicht nur musikalisch das Lebensgefühl der 80er. Sie schlüpften direkt mal in ihre Original-Kostüme, die sie damals bei ihren Auftritten anhatten: „Es juckt etwas, und es riecht auch ein wenig“, scherzte Gitarrist Marcel Beckers.
Er trug Jackett und Hose in beige und ein Mütze. Die anderen trugen Hosenträger über dem weißen Hemd oder eine schwarze Lederjacke.
Die Frontfrau „Sabine Sabine“ trat im extravaganten Minirock in Schottenmuster vor ihr Publikum: „Jetzt kommt eine Ballade. Es heißt ‚Cry a river‘. Ein sehr schönes Lied. Ich muss aber immer aufpassen, dass ich nicht losheule.“ Zur ruhigen Melodie gesellen sich jazzige Soli des Saxophons und der Rhythmus der Bongos.
„Fritz Brause“ traten in besonders großer Konstellation auf: Zu den fünf ständigen Mitgliedern kamen noch drei Blechbläser, ein Percussionist und zwei Sängerinnen. Die Sängerinnen machten zwischendurch Pause – es ging instrumental weiter. Ein Gitarren-Solo, ein Zwischenspiel des Schlagzeugers – der Rhythmus ging in die Beine. Selbst Frontfrau Sabine tanzte unten vor der Bühne mit.
Spiel ohne Noten
„Wir spielen die Lieder alle ohne Noten. Alles aus dem Kopf“, sagte der Mann an den Tasten, Keyboarder Deff Cramer. „Der nächste Song ist von 1986.“
Er klimperte auf den Tasten, doch der Synthesizer Klang gefiel ihm nicht. „Das gab’s damals noch nicht“, grinste und suchte das Klavier auf seinem Keyboard„Ahhh, da haben wir’s“. Die lockere Art der Musiker kam beim Publikum gut an.
Auch die zweite Hälfte ihres Auftritts: Nach der Pause stieg die Band in Weihnachtsmann-Kostümen auf die Bühne –
ein wenig Weihnachtliches, passend zu den Festtagen.





