Mitch Ryder 2012-24-02 im Musiktheater Piano, Dortmund
Geschrieben von: Peter Altenkirch
2 Tage vor seinem 67igzten Geburtstag und 364 Tage nach seinem letzten Auftritt hier im Piano, kehrte Mitch nun wieder in seinen Lieblingsclub ein. Mitch und seine Engerling(e) haben in den letzten Jahren de besondere Atmosphäre im Piano kennen und lieben gelernt.
Zunächst ließ er aber auf sich warten. Im proppenvollen Saal war es schon heiß, bevor Mitch dann endlich gegen halb neun nach einem einfühlsamen Keyboardintro von Wolfram “Boddy” Boday das Publikum mit dem ersten Song des Abends “Do you feel alright” nach dessen Befinden befragte. Yeah, natürlich waren wir alright. Mitch und das Pianoauditorium waren gut drauf. Obwohl Herr Ryder (gebürtig eigentlich William S. Levise Jr.) in den letzten Jahren so einige körperliche Gebrechen wie neue Hüften, neue Zähne und alkoholfreies Bier zu bewältigen hatte, zeigte er auch an diesem Abend wieder, dass er ein großartiger Entertainer ist.
Ausgestattet mit neuem Hut, alten, nicht so alten und jungen Songs und seiner einfühlsamen kraftvollen souligen Rockröhre hatte er das Publikum sofort im Griff. Es folgten ein Knallersong nach dem anderen. Rock´n Roll/When you were mine und das neue, von Don Was produzierte The Promise. Sehr schön. Es wurde immer heißer.
Mitch bewegte sich zwar sparsam, setzte aber Mimik und Gestik immer punktgenau akzentuiert ein. Die Songs wurden von Mitch etwas nuschelig angekündigt, so dass ich nicht immer alles verstehen konnte. Was aber unmissverständlich immer wieder zur Sprache kam, war, dass eigentlich jeder Song von Liebe handelt und Liebe das Beste und mit das Wichtigste im Leben sei. Mitch scheint auch ein großer Romantiker zu sein. Mit spitzbübischen Grinsen im Gesicht erinnerte er an die sagenumwobene Rockpalastnacht 1979 und stellte klar, dass wir die nun folgende historische musikalische Lehreinheit genießen sollten und schmetterte dann das unmissverständliche Ain´t Nobody White can sing the Blues in den Saal. Einer von vielen Höhenpunkte des Abends, auch wenn sich Heiner Witte an der Gitarre mit Hannes Schulze am Schlagzeug bei diesem Song nicht so richtig verstanden haben. Ein weiteres Highlight war Heart of Stone, welches auch lautstark vom Pianopublikum mitgesungen wurde.
Nach knapp hundert Minuten beendeten die Jungs mit dem schnellen Long Neck Goose zunächst ihren Set. Es folgten noch zwei Zugaben. Moondog House und zum Schluss noch eine Interpretation von Voodoo Child, welches aber leider recht schwach und kraftlos präsentiert wurde. Gisbert Piatkowski versuchte mit einiger Gitarrenakrobatik zu glänzen, was ihm aber meines Erachtens nicht so richtig gelang.
Auf einige Stücke habe ich vergeblich gewartet. Jenny take a ride fehlte genause wie Soul Kitchen. Aber vielleicht beim nächsten Mal. und es wird auf jeden Fall ein nächstes Mal wieder hier im Piano geben.
Setlist: Do You feel alright/ Rock ´n Roll/ When you were mine/ The Promise/ Must be in her genes/ War/ One Hair/ Tough Kid/ In my Life/ Ain´nt nobody white/ All the fools it seen/ Everybody loses/ Sex you up/ freezin in hell/ Nice ´n easy/ Mercy/ True Love/ Yeah you right/ Heart of stone/ Long neck goose
encore: Moondog House/ Vodoo Child
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Mick Taylor Allstarband Piano Dortmund Support J.B Allstars 2010-03-17
| Geschrieben von: Peter Altenkirch |
| 17.03.2010 Mick Taylor und seine All Star Band im Musiktheater Piano in Dortmund
Support Huggy – Jörg Borghardt- und seine J.B. Allstars Der Frühling und Mick Taylor sind ins Revier zurückgekehrt. Micks bevorzugte Location im Pott ist das Piano, und das zurecht. Das weit über 100 Jahre alte „Piano“ mit seinem prachtvollen Jugendstil Saal versprüht einen angenehmen Charme und ist inzwischen weit über die Dortmunder und Revierpottgrenzen in der Musikszene bekannt und beliebt. Gegen 19.35Uhr betrat der ebenfalls über die Ruhrpottgrenzen hinaus bekannte Tastenjongleur Jörg Borghardt (Huggy) mit seinem Allstar Drummer die Bühne und stimmte die anwesenden rd. 150 Blues (und Stones) Liebhaber mit tollen Blues und Boogierhythmen vortrefflich auf diesen Musikabend ein. Die Stimmung war prächtig. Nach 3 Stücken gesellten sich Bass, E-Gitarre und Saxophon  auf die Bühne und schon   wurde dem Publikum eine kleine Zeitreise durch die wunderbare Welt der Bluesmusik geboten. Obwohl das Sax zu Beginn einige laute Fehlzündungen hatte und der Leadgitarrist mal seinen Einsatz und Text vergaß, versprühte J.B. und seine Allstars pure Spielfreude und ließen die Klassiker wie Dust my Broom, Big Boss Man, Thrill is gone bis hin zum Wang Dang Doodle  aufleben. Tausendmal gehört, immer wieder schön. Nach gut einer Stunde mussten die Jungs die Bühne räumen. 21.00Uhr Mick Taylor und seine Allstarsband erschienen. Am Piano Max Middleton. Max M. hat  schon für Jeff Beck, Chris Rea und auch Cat Stevens die Tasten bedient. Kuma Harada am Fender Jazz Bass, welcher schon recht arg mitgenommen aussah. Nicht Kuma, sondern die Bassgitarre. Kuma Harada war auch schon mal für Chris Rea und Bob Dylan für den Rhythmus verantwortlich. Denny Newman, Gitarre , spielte bei Manfred Mann und Jeff Allen an den Drums, der auch van Morrison und John Martyn betrommelte. Eine wirkliche Allstarband. Mick startete mit Secret Affair und oh Wunder, er tänzelte über die Bühne und wirkte recht aufgekratzt. So kennt man, zumindest ich, ihn eigentlich nicht. Mick war in Spiellaune. Diese wurde aber etwas getrübt, durch das recht dominante und knallige Schlagzeug, so dass der Sound immer mal wieder  nachgeregelt werden musste. In der ersten Stunde spielte Mick sowohl Eigenkompositionen und als Referenz zu verstehen, Fed up with the Blues von John Mayall und You shook me des Übervaters Muddy Waters. Schönes Liedgut, doch teilweise etwas verkrampft vorgetragen. Gegen 22.00Uhr legte Mick eine kleine Pause ein und überließ seinen Allstars die Bühne, die locker flockig einen ausgezeichneten Rhythmusteppich mit eingeschwungenen Soli webten. Sehr überzeugend. Nach einigen Minuten kehrte Mick erfrischt wieder zurück. Die Pause hatte ihm gut getan, denn jetzt wirkte sein Spiel präziser und leidenschaftlicher . Vielleicht lag es ja auch an dem Dortmunder KronenBier, welches ihn inspirierte. Auf jeden Fall war seine Darbietung von Bob Dylan´s Blind Willi McTell allererste Sahne. Das Publikum ging begeistert mit, überall strahlende Gesichter. Der Höhepunkt war , natürlich, wie nicht anders zu erwarten: Can´t you hear me knocking. Hierzu wurde auch der Saxophonist der J.B. Allstars auf die Bühne geholt, der sichtlich gerührt und begeistert war, diesen Stones Klassiker mit einem echten Stone gemeinsam auf der Bühne darbieten zu dürfen. Seine überzeugende Darbietung lässt vermuten, dass es sich hierbei auch um einer seiner Lieblingssong handelt. Als Zugabe präsentierte Mick einen weiteren Stones Klassiker- No Expectations. Eine weitere Zugabe gab es nicht. Schade, aber Mick wirkte nach diesem 2stündigen Set schon recht müde und erschöpft. Die tosenden Ovationen des Publikums hat er aber sichtlich genossen. www.revier-mucke.de |
Mitch Ryder und Engerling im Musiktheater Piano Dortmund am 25.02.2011
| Geschrieben von: Peter Altenkirch |
| Leider war es Mitch aufgrund seines vollen und eng geplanten Tourkalenders (knapp 30 Gigs innerhalb von 2 Monaten)  nicht möglich, seinen 66zigsten Geburtstag am 26.02. mit seinen treuen Fans im Piano wie im letzten Jahr zu feiern. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Das Piano war proppenvoll und alle freuten sich auf Mitch und seine Engerling(e).
Kurz vor 8 betraten als Special Guest die Band Gasoline die Bühne und boten eine durchaus solide und ansprechende Rock´n Roll Show . Sie spielten 8 hörenswerte Eigenkompositionen und überstanden auch souverän den mehrmaligen Ausfall eines Gitarrenverstärkers. Kurz vor 21.00 Uhr betraten dann Mitch und Engerling die Bühne. Bevor es losging stellt Mitch erst einmal klar, dass seine liebste Location in Deutschland das Piano ist. Das war nicht aufgesetzt oder irgendso ein Spruch. Das war ernst gemeint. Das merkte man. Das Pianopublikum bedankte sich mit tosendem Applaus. Mitch stellte zunächst seine Mitstreiter vor: Wolfram “Boddy” Boday – Bandleader, voc, keyboard und harp/Heiner Witte – git/Gisbert Piatkowski – git/Manni Pokrandt – bass/Hannes Schulz – dr und startete mit “Back at Work” und ” Long Hard Road” gefolgt von dem genialen ” Ain´t nobody white can sing the blues”. Anfangs wirkte Mitch etwas gehemmt und zurückhaltend. Vielleicht lag es auch an der schlechten Aussteuerung des Vocalkanals zu Beginn des Gigs. Selbst bei ” Ain´t nobody” , hatte ich das Gefühl, dass Mitch noch den Hebel zum Lösen der Handbremse suchte. Mit dem Bobby Bland Klassiker “All the Fools ist sees” ließ Mitch seine Soulröhre dann freien Lauf. Klasse. Mitch wurde lockerer, kündigte mit kurzen Beschreibungen jetzt jedes seiner Stücke an und intonierte die folgenden Lieder mit einer derartigen Inbrust und Kraft, dass man nur noch staunen konnte. Ich habe Mitch schon seit langem nicht mehr so enthusiastisch erlebt. Ich könnte jetzt keinens der Stücke nennen, das besonders heraustach. Alle Stücke wurden genial vorgetragen. Ob “Red Scar Eyes”, “Terrorist” “Moondog” “The Thrill of it all” “War” “Dear Lord” ” Freezin in Hell” “Hot House” ” All along the Watchtower” oder “Tough Kid”, welches den Abschluss vor der Zugabe bildete, alle wurden perfekt und mit viel Liebe gespielt. Es war umwerfend und eine große Freude. Nach einer kleiner Zigarettenpause gegen 22.30 Uhr gab es die 1. Zugabe mit “The Wind cries Mary” “Liberty” “Little Latin Lupe Lu” aus dem Jahre 1963 und dem ebenso alten aber zeitlosen “It´s all over now”. Es folgte wieder eine kleine Zigarettenpause bevor Mitch dann mit “Soul Kitchen” (we have to go now) gegen 23.00Uhr das letzte Stück des Abends präsentierte.Phantastisch. Der Applaus des begeisterten Publikums wollte nicht abreißen. Ein Riesenlob an Boddy und seine Mannen. Die Band spielte wie aus einem Guß. Die individuellen Stärken der Jungs sind harmonisch und perfekt aufeinander abgestimmt, wobei jedem auch Freiraum für eigene Interpretationen und kleinere Solis eingeräumt und auch genutzt wurden. Warum jedoch das Schlagwerkzeug hinter einer Plexiglasverkleidung versteckt wurde, muss mir mal ein Tontechniker erklären. Ein denkwürdiger Abend. |
Pee Wee Bluesgang im Piano, Dortmund, 2011-28-12
| Geschrieben von: Peter Altenkirch |
| Heute Abend war es wieder so weit. Ein Stück Musikgeschichte hat zu ihrer CD Relaese Party ins stil-und charaktervolle Piano in Dortmund eingeladen. “Boudoir de luxe” heißt der neue Longplayer von der Pee Wee Bluesgang und ist nach immerhin 35 Jahren on Tour das 17. Album ( ich hoffe, ich habe mich nicht verzählt), welches die Pee Wees ihrer treuen Anhängerschaft nun präsentieren.
Um es mal gleich vorwegzunehmen: Die Pee Wees haben hier kurz vor dem Weltuntergangsjahr ein klasse Album dem Volk hinterlassen, mit dem die Zeit bis zum 21.12.2012 (lt. Maya Kalender ist dann Schluss mit lustig) musikalisch attraktiv beschallt werden kann. Nicht nur das gleichlautende Titelstück, welches mit den französischen Gesangseinlagen der charmanten Ina Deutschmann im Wechsel mit Richards Rockröhre angenehm überrascht, nein, das gesamte Album zeichnet sich wohltuend durch seine brilliante Vielfältigkeit aus. Von Rock über Blues, Soul bis hin zu kleineren Jazzimprovisationen werden die Gehörgänge verwöhnt und lassen die Recordeinstellung auf repeat einfrieren. Aber nun zurück zum Konzert. 20.00Uhr: Die Marius Tilly Band, bestehend aus Benjamin Oppermann bs, Maximilian Wastl dr und Marius Tilly voc, guit, kamen auf die Bühne und trotz ihres Alters (in einigen Staaten der USA werden diese Jungs noch keinen Alkohol kaufen dürfen) spielten die Jungs ohne Scheu und selbstbewusst auf. Auf einer bluesiger Grundlage gestellt, performte die Band rockige Eigenkompositionen und Coverversionen mit Soul und auch Jazzeinschlag. Sehr schön. Marius hervorragende Gitarrenarbeit wurde auch vom Publikum entsprechend lautstark honoriert. Diese Band steht noch am Anfang ihrer Karriere. Bei diesem Potenzial dürfen wir noch auf einiges gespannt sein. Viel Erfolg. Gegen 21.15Uhr enterten dann die Pee Wees die Bühne. Richard Hagel-Vocals & Maracas Thomas Hesse-Guitars & Vocals Andreas Müller-Bass Martin Siehoff-Drums Karlos Boes-Saxaphone Nico Kozuschek-Keyboards Etwas aufgekratzt und zappelig begrüßte Richard das Publikum, stellte sich einen Notenständer (anstelle eines Teleprompters) sicherheitshalber in Sichtnähe – die Texte des neuen Longplayers sitzen wohl noch nicht so 100%- und gab dann das Zeichen zu einer, wie immer, mitreißenden Show. Gestartet wurde mit Just in Heaven aus dem Boudoir de Luxe Album. Zu Beginn kam Richards Stimme noch etwas gebremst rüber. Das änderte sich aber schnell. Beim zweiten Song des Abends Too much Soul hatte seine Stimme schon Betriebstemperatur aufgenommen. Es folgten Whats love about und Come back to me gefolgt von Saturday Night, welches nicht nur aus des Hesses Thomas Feder stammte, nein Thomas durfte hier auch seine Gesangskünste darbieten. Richard war so von den Socken, ob der gelungenen Gesangseinlage, dass er sich die Schuhe von den Füßen riss und fortan das Konzert barfüssig bestritt. Ein weiterer Höhepunkt folgte dann mit dem Titelstück des Abends Boudoir de Luxe . Ina Deutschmann gesellte sich zu den Jungs. Anfangs ein wenig schüchtern und nervös hatte sie dann doch nach wenigen Augenblicken Stimme und Auftritt souverän in Griff und durfte sich anschließend zu Recht vom Publikum feiern lassen. Die Pee Wees spielten natürlich auch ihre alten Klassiker. Allen voran California . California zu lauschen ist immer wieder ein Genuss. Immer wieder ein Genuss ist auch Thomas Gitarrenarbeit. Ob slidemäßig unterwegs auf seiner giftig grünen sechsaitigen bei Crazy about you/ German Rock´n Roll Band oder seiner Interpretation von Hey Joe, Thomas ist ein Könner seines Faches. Das kann man von den anderen Jungs natürlich auch mit Fug und Recht behaupten. Martin an den Drums hatte alles im Griff. Druckvoll trieb er gemeinsam mit Andy am Bass den Rhythmus an. Nico an den Keyboards bewies nicht nur bei Hey Joe mittels seines Improvisationssolos sein Können. Karlos hatte die Setliste anscheinend nicht auswendig gelernt und musste sich das ein und andere Mal vergewssern, welcher Song als nächstes kam, dennoch verpasste er keinen Einsatz und begeisterte mit seinen Solis das Publikum. Mit dem zukunftsweisenden Armageddon beendenten die Pee Wees ihren umjubelten Set. Als Zugabe gab es noch das knallige 24Hours und der Abschluss bildete wie so oft das treffende When the game is over. Ich kann euch aber versichern: Das Game ist noch lange nicht vorbei. Im nächsten Jahre geht es weiter-auf das es niemals enden wird. Hier die Setliste: Just in Heaven, Too much Soul, What´s love about, Come back to me, Saturday Night, Boudour de Luxe, California, Crazy about you, Germann R.R. Band,Make my day, Tikki Bar, It´s just the way, You can´t kill me, Armageddon encore: 24 Hours, When the Game is over www.revier-mucke.de |
Wishbone Ash und Fabian Anderhub im Piano Dortmund am 26.01.2012
| Geschrieben von: Peter Altenkirch | |
| Auf zwei Kontinente verteilt bestreiten Wishbone Ash so um die 150 bis 200 Gigs im Jahr. Traditionsbewusst wie eh und je kehrten sie auch diesmal im Jahre 2012 wieder ins charaktervolle Musiktheater Piano Dortmund ein, um ihre treue Anhängerschaft neben den geliebten Klassikern auch ihr neues Album “Elegant Stealth” vorzustellen.
Begleitet wurden sie von dem jungen Schweizer Bluesrockkünstler Fabian Anderhub. Der Begriff Bluesrockkünstler ist nicht übertrieben. Hier in deutschen Landen noch fast völlig unbekannt, hat der in den letzten Jahren in Kanada lebende und wieder in die Schweiz zurückgesiedelte Fabian bereits zwei bemerkenswerte Longplayer ins Leben gerufen. “Left Line” und “It´s a Blues Thing” auf dem auch ein herrliches Duett mit Layla Zoe zu hören ist. Der Titel des zweiten Albums ist Programm. Davon konnte er auch schon nach wenigen Riffs das staunende Pianopublikum überzeugen. Dynamisch treibende schwergewichtige Bluesrockrhythmen fetzten gleich zu Beginn durchs Piano und ließen dem ein oder anderen Besucher die Kinnlade runter und die Bluesrockadern aufgehen. Wow. Das war ja mal ein Auftakt, wenn da nicht die Technik wäre. Fabians Mikro wollte nicht so recht mitmachen. Fabian ließ sich aber nicht davon abhalten, die Show fortzusetzen, bat augenzwinkernd um etwas Ruhe und sang dann einfach ohne elektrische Verstärkung weiter. Seine Mitstreiter Rob Macdonald, guitar, Sandro Scadaduddu, drums und Walde Rickenbacher, bass, blieben ebenfalls unbeeindruckt von den technischen Unzulänglichkeiten und lieferten eine Bluesrockrhythmenorgie vom Feinsten ab. Einige Songs kamen einen schon etwas bekannt vor; das störte aber in keinster Weise. Die Mischung der überaus ansprechenden Eigenkompositionen mit bekannten Songs und Songstrukturen aus der Welt des Blues verzückte das Pianopublikum von Anfang bis Ende des rund 50minütigen Auftritts. Großes Blueskino. Bleibt zu hoffen, dass Fabian Anderhub sich hier bald wieder blicken läßt. Ca. zehn nach neun. Kleinere Rauchschwaden schwängerten die Bühne als dann Andy Powell, guitar voc. mit seinen Wünschelknochengefährten Bob Skeat, bass voc , Muddy Manninen, guitar voc. und dem jungen Joe Crabtree an den drums die Bühne betraten und ohne großes Federlesen mit dem Klassiker “The king will come” ihren Gig starteten. Das gutgelaunte und bestens vorgeheizte Publikum war sofort bei der Sache. Es folgte mit “Warrior” ein weiterer Klassiker, mit dem die gute Laune des Volkes noch gesteigert werden konnte. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, wenn “the king .. ” etwas später am Abend gespielt worden wäre. ( So hätte meine Vorfreude noch etwas länger gedauert) Aber damit hatten Wishbone Ash natürlich noch lange nicht ihr Pulver verschossen. Es folgte “Can´t go it alone” aus dem neuem Album, welches sich musikalisch mit dem für Wishbone Ash typischen Zwillingsgitarrensound auch schnell als ein unverwechselbarer Wishbone Ash Song identifizieren ließ. “Pilgrimage” läßt grüßen. Mit “Warm Tears”,” Reason to believe” Invisible Thread” und dem Instrumental “Mud Slick” spielten Wishbone Ash dann insgesamt 6 neue Stücke, die, eingebunden zwischen all den genialen “alten” Songs gut aufgehoben waren. Es wurde heiß im Saal. Das Publikum wippte und sang mit. Der Sound stimmte, technische Ausfälle waren nicht zu verzeichnen. Die jamsessionmäßig anmutende Gitarrenarbeit der Protagonisten Andy und Muddy waren stilistisch herrvoragend aufeinander abgestimmt, obwohl Muddy manchmal einen etwas geqäulten Gesichtsausdruck drauf hatte. Ganz im Gegensatz dazu Bob , der frohgelaunt mit einem freundlichem Lächeln ausgestattet mit seinem 5saitigen Bass den Saal mächtig zum schwingen brachte. Joe an der Schießbude ließ auch keinen Zweifel daran aufkommen, dass er obwohl noch jung an Jahren schon ein Guter ist, der auch voll in der Wishbone Ash Welt integriert ist. Etwas schwach an diesem Abend empfand ich den Harmoniegesang. Das minderte aber nicht die zuvor schon erwähnte gute Laune. Nach 2 Stunden feinsten Musikgenusses beendeten die Jungs dann den Abend mit dem vielumjubelten “Blowin free”. Diese Musik ist zeitlos und wird uns auch in kommenden Jahren und Jahrzehnten auch weiterhin live erfreuen, zumal Andy und seine Mannen nicht den Eindruck hinterließen, jemals müde zu werden, uns den Wishbone Ash Sound zu präsentieren. Setlist: The king will come/ Warrior/ Can´t go it alone/ Errors on my way/ Lady Jay/ Open Road/ Keeper of the light/ Sometine World/ Warm Tears/ Faith Hope and Love/ The Pilgrim/ Reason to believe/ Invisible Thread/ Jailbeat/Living Proof/ Phoenix/ encore: Mud-Slick und Blowin Free |
Konzertberichte
| The Blues Band im Musiktheater Piaon Dortmund 2012.02.09 |
| Geschrieben von: Peter Altenkirch | |
| Zum wiederholten Male kehrte The Blues Band wieder ins Dortmunder “House of Blues”, besser bekannt als Musiktheater Piano, ein, um gemeinsam mit dem Blues verliebtem Pianopublikum eine Bluesparty zu gestalten.
Die Party startete dann gegen 20.15Uhr als The Blues Band: Paul Jones – harmonica, vocals gleich zu Beginn mit dem Titelsong ihres neuen Longplayers “Few short lines” loslegten. Schönes Stück. Großer Applaus. Paul kündigte sodann eines seiner Lieblingstitel aus der frühen Manfred Mann´s Ära, die B Side der damaligen und ersten Hitsingle “5-4-3-2-1″, “Without You” aus dem Jahre 1964 an. Erstaunlich, nach all den Jahrzehnten auf der Bühne, hat Pauls Stimme nichts an ihrer Ausdruckskraft und Stärke verloren. Jedoch haderte er mit dem Tontechniker, der angeblich zu wenig Saft auf die Monitorbox und Mikro brachte. Im Laufe des Konzerts stellte sich jedoch heraus, dass die Batterien seines Ear-Monitoring System schwächelten. Diese kleinen technischen Finessen störten aber in keinster Weise die gute Laune des Publikums und der Band. In der folgenden Stunde intonierte die Band Klassiker von Fats Domino und Muddy Waters, wobei die sich genial ergänzenden Gitarrenvirtousen Dave und Tom bei “I´m a King Bee” ein wirklich bemerkenswertes Slide meets Bluesguitar Duett lieferten. Einfach nur toll. Aus dem neuem Album wurde noch das ziemlich rockige “You are true” gespielt bevor dann mit dem vielumjubelten und vielstimmig mitgesungem Refrain I ain’t gonna work on Maggie’s farm no more aus “Angie`s Farm”, sorry, “Maggie`s Farm” natürlich, die Jungs den ersten Set des Abends beendeten. Jedoch verließ keiner die Bühne, denn, obwohl uns hier Musik aus nahezu 5 Jahrzehnten Musikgeschichte inklusive einiger neuer Songs präsentiert wurden, durften wir dann erleben, dass die Blues Band auch die Gesetze des modernen Marketing und des zielgerichteten Productplacements beherrschen. Statt sich in der Musikerlounge zu langweilen, lud die Band das Publikum zu einer fröhlichen Signieraktion ihres aktuellen Albums und einer Best of Compilation ein. Es funktionierte. In der folgenden halbe Stunde wurden lustig €os gegen CD´s getauscht, wobei die Jungs bei der Sale und Signieraktion sehr proffessionell zu Werke gingen, um die enorme Nachfrage bestmöglich zu befriedigen. 5 Minuten Pause: Dann kehrte Dave, zunächst solo wieder zurück und erfreute uns mit einem herrlichen Gitarren und Gesangssolo bevor Paul, als auch dieser das Geldzählen abgeschlossen hatte, sich zu ihm gesellte und ihm mit seiner rauen treibenden Bluesrailroadharp unterstützte. Kurz darauf durfte auch die restliche Band nach ordnungsgemäßer vollständiger Einnahmenverbuchung wieder auf die Bühne zurück. Wir durften uns dann in der folgenden Stunde an Songinterpretationen von Klassikern von Sonny Boy Williamson , Curtis Mayfield und Howlin Wolf` erfreuen. Zwischendrin spielten die Blues Band wieder einige Eigenkompositionen, die sich harmonisch in das Bluesgesamtbild des Abends anschmiegten, wobei das neue “Living with the Blues” jedoch etwas zu zahm vorgetragen wurde. Als letztes Stück des Abends spielten die Jungs nicht das erwartete ” Boom Boom Out Go The Lights”, sonder Greenstuff von Howlin Wolf`. Schade, aber es war ein schöner Abend mit schöner Musik und einer Band, die durch Spielfreude glänzte, die tausendmal gehörten Klassiker neu und lebendig klingen ließen und die Erwartungshaltung des Publikums (mit Ausnahme Boom Boom) erfüllte. See you next time. www.revier-mucke.de |
Musiktheater Piano: Fritz Brause spielte die größten Hits     von Navid Moshgbar Ruhr Nachrichten
LÜTGENDORTMUND Viel Weihnachtliches hatte die Band Fritz Brause nicht im Gepäck, als sie kurz vor dem Fest der Feste im Musiktheater Piano auftrat.
Zumindest nicht in der ersten “Halbzeit”.
Statt “O du fröhliche” präsentierte Fritz Brause lieber Pop, Rock, Jazz der 1980er Jahre. Musik aus der Zeit, in der sie ihre größten Erfolge hatten. Ihre Platte „Shilly Shally“ stand 1985 kurzzeitig sogar vor Madonna. Letztlich musste sie sich aber der Pop-Ikone aus Amerika geschlagen geben. Die Musiker aus Bochum versprühten nicht nur musikalisch das Lebensgefühl der 80er. Sie schlüpften direkt mal in ihre Original-Kostüme, die sie damals bei ihren Auftritten anhatten: „Es juckt etwas, und es riecht auch ein wenig“, scherzte Gitarrist Marcel Beckers.
Er trug Jackett und Hose in beige und ein Mütze. Die anderen trugen Hosenträger über dem weißen Hemd oder eine schwarze Lederjacke.
Die Frontfrau „Sabine Sabine“ trat im extravaganten Minirock in Schottenmuster vor ihr Publikum: „Jetzt kommt eine Ballade. Es heißt ‚Cry a river‘. Ein sehr schönes Lied. Ich muss aber immer aufpassen, dass ich nicht losheule.“ Zur ruhigen Melodie gesellen sich jazzige Soli des Saxophons und der Rhythmus der Bongos.
„Fritz Brause“ traten in besonders großer Konstellation auf: Zu den fünf ständigen Mitgliedern kamen noch drei Blechbläser, ein Percussionist und zwei Sängerinnen. Die Sängerinnen machten zwischendurch Pause – es ging instrumental weiter. Ein Gitarren-Solo, ein Zwischenspiel des Schlagzeugers – der Rhythmus ging in die Beine. Selbst Frontfrau Sabine tanzte unten vor der Bühne mit.
Spiel ohne Noten
„Wir spielen die Lieder alle ohne Noten. Alles aus dem Kopf“, sagte der Mann an den Tasten, Keyboarder Deff Cramer. „Der nächste Song ist von 1986.“
Er klimperte auf den Tasten, doch der Synthesizer Klang gefiel ihm nicht. „Das gab’s damals noch nicht“, grinste und suchte das Klavier auf seinem Keyboard„Ahhh, da haben wir’s“. Die lockere Art der Musiker kam beim Publikum gut an.
Auch die zweite Hälfte ihres Auftritts: Nach der Pause stieg die Band in Weihnachtsmann-Kostümen auf die Bühne –
ein wenig Weihnachtliches, passend zu den Festtagen.
Rockiges zum Advent von Jennifer Riediger Ruhr Nachrichten
LÜTGENDORTMUND. It’s time to Rock’n‘ Roll – hieß es wieder im Musiktheater Piano. Zum zweiten Mal traf sich die Rockabilly-Szene im Jugendstilsaal in Lütgendortmund, um das Festival „Rockin‘ around the Christmas Tree“ zu feiern.
Und auch in diesem Jahr war die Stimmung großartig. mehr als sieben Stunden Livemusik standen allein am Samstagabend auf dem Programm.
Nach dem die Honky Tonk Pounders und The Star Shooters dem Publikum eingeheizt hatten, standen The Bricats auf der Bühne. Das Trio an Kontrabass, Gitarre und Schlagzeug sorgte mit Coversongs der 40er und 50er Jahre, aber auch mit eigenen Liedern wie „Welcome to Bricatannia“ und „Take that Girl“ für ausgelassene Stimmung.
Nach ihrem einstündigen Auftritt gab es keine Pause für die Musiker, denn jetzt waren sie als Backing-Band für einen der Höhepunkte des Abends gebucht: Sie unterstützten The Christalairs bei ihrem Auftritt. Viele Besucher waren nur für die DooWop-Band angereist. Eine von ihnen ist Melanie Pollfuß, die die Formation schon an vielen Orten im Ruhrgebiet gesehen hat. „Diese Musik zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht, das man wegmeißeln muss“, sagt die Marlerin. Freundin Stephanie Ped ist besonders von Sänger Ralf zur Linde begeistert.
„Er ist so ein großer, bulliger Mann und singt dann mit einer solch sanften Stimme so einfühlsame Texte – einfach toll“, schwärmt sie. Und so drängen sie sich gemeinsam mit den vielen anderen Besuchern vor die Bühne im Piano, als der große Mann mit dunkler Sonnenbrille seinen Auftritt hat.
Unterlegt von den Stimmen seiner Bandkollegen singt er „You can never stop me loving you“ und tritt in dieFußstapfen von Ricky Nelson, als er als „Reisender Mann“ von schönen Mädchen erzählte.
Roger Chapman beehrt das “Piano” auf seiner Abschiedstournee
Von Janina Gärntner am 4. Dezember 2009
Eine Altmeister des Rock sagt der Bühne auf einer letzten Tournee Lebewohl und das “Piano” war eine Station:
Roger Chapmann sorgte bei einem seiner letzten Live-Auftritte für ein ganze besondere Atmosphäre.
Unterstützt von seiner Band „The Shortlist“ begeisterte er mit gutem Sound und seiner unverkennbaren Stimme das Publikum und ließ sich von seinen 67 Jahren nicht das Geringste anmerken.
Chapman lässt keinen Klassiker aus
Natürlich freuten sich die Fans am Abend auch besonders auf altbekannte Klassiker wie „Who pulled the night down“, „Unknown soldier“ und den Welthit „Shadow on the wall“. Chapman tat ihnen den Gefallen und ließ kaum einen Hit aus.
Auf schnellen Rock, der das Publikum auch durch die qualitativen Soli mit Gitarre und sogar Akkordeon fesselten, folgten gefühlvolle Songs, bei denen Rock-Legende Roger Chapman immer wieder bewies, dass er auch die hohen Töne noch bestens
Installation fertig!
Morgen gehts weiter…





